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Fachleute treffen sich am kommenden Wochenende zur Tagung „Naturschutzkriminalität stoppen“ im Nationalpark Bayerischer Wald

Experten aus den Bereichen Wildtierbiologie, Pathologie, Polizeiwesen, Naturschutzverbände und Behördenvertreter informieren sich über illegale Tötung geschützter Wildtiere und diskutieren über Möglichkeiten der Prävention und Strafverfolgung.


Erschossene Luchse, vergiftete Uhus, gefangene Bussarde – die Liste streng geschützter und dennoch illegal getöteter Wildtiere wird täglich länger. Viele dieser Straftaten werden nicht bekannt, einige nicht als solche erkannt und in den wenigen angezeigten Fällen fehlt vom Täter meist jede Spur.

Um illegale Jagd auf geschützte Wildtiere erfolgreich zu bekämpfen ist eine schnelle, sorgfältige Aufklärungsarbeit notwendig. „Dazu gehört eine ernsthafte kriminologische Aufnahme der Tatorte. Spuren müssen aufgenommen und dokumentiert werden“, fordert Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung. Nur so ließen sich genetische Spuren und kleinste Hinweise sichern, die für späteren Abgleich der pathologischen Befunde und Ermittlungen wichtig sein könnten. Naturschutzverbände fordern seit längerem eigene Ermittlungseinheiten, die gezielt für diese Art von Kriminalfällen ausgebildet und aus verschiedenen Fachbereichen zusammengesetzt ist.

Die Gregor Louisoder Umweltstiftung organisiert die Tagung „Naturschutzkriminalität stoppen“ die Diskussion voranzutreiben, Austausch zu ermöglichen und Vorschläge zu erarbeiten. Ausschließlich Fachleute werden zusammenkommen und eine Resolution erarbeiten. „Wir haben uns ganz bewusst für den Veranstaltungsort im Bayerischen Wald entschieden. Hier wurden in letzter Zeit die schweren Fälle der Luchs-Tötungen bekannt“, so Obermeier. Doch die Forderungen beziehen sich auf alle derartigen Kriminalfälle: Fallen, Vergiftung, Schrotschuß und Verstümmelung von Greifvögeln, Fischotter, Biber und Wölfen sind in Deutschland leider nicht selten. „Man muss zweigleisig fahren. Zunächst ist es natürlich wünschenswert, wenn es nicht erst zu diesen Straftaten kommt. Hier müssen Behörden, Jagd-, Landwirtschaft- und Naturschutzverbände zusammenarbeiten. Zum anderen gehören die Straftaten ausnahmslos angezeigt und verfolgt.“

Die Forderungen werden die Tagungsteilnehmer im Nachgang der Tagung veröffentlichen und weiterhin an diesem Thema arbeiten.

Weitere Infos zur Tagung / Programm (Teilnahme nur auf Einladung): http://www.umweltstiftung.com/aktuelles/veranstaltungen.html

Im Anschluss an die Fachtagung ist die Öffentlichkeit zu einer Abendveranstaltung am 19.09.2015, 18.30 Uhr, in das Haus zur Wildnis (Ludwigsthal) eingeladen. Ein kurzer Vortrag stellt die Arbeiten des Projekts “Bayern Wild“ vor. Der faszinierende Luchs wird von Schauspielerin Lydia Starkulla als Fräulein Brehm vorgestellt. „Tatort Luchswald“ heißt der Film von Angela Graas. Er zeigt die Schwierigkeit der Ermittlungen im Fall der getöteten Luchse im Bayerischen Wald. Die Filmemacherin ist anwesend.

Veranstaltungsort:

Haus zur Wildnis
Ludwigsthal
94227 Lindberg

Veranstalter:

Gregor Louisoder Umweltstiftung, München

Pressefotos stehen ab 20.9. für Sie bereit und können schon jetzt vorbestellt werden: andreas.abstreiter@umweltstiftung.com


Ihr Ansprechpartner für Rückfragen:

Ansprechpartner für Rückfragen: Stefanie Jäger, Projektstelle Bayern wild: bayern-wild@umweltstiftung.com, Tel. 089/54212142 

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